VDMA-Benchmarks Rechnungswesen

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Jedes Jahr erhebt der VDMA unter seinen Mitgliedsunternehmen Informationen zur Vermögens,-Finanz-und Ertragslage. Hier die ersten Ergebnisse und die dazugehörigen Downloads für unsere Mitgliedsunternehmen.

Executive Summary

Im Geschäftsjahr 2017 zeigten sich wenig Änderungen gegenüber dem Vorjahr 2016. Diese Veränderungen bestanden im Wesentlichen aus dem Abbau von Zeitarbeitnehmern auf 19 Personen, deutlich gesunkener Lagerreichweite und auf 27,1% gestiegener Liquidität 1. Sowohl die Eigenkapitalquoten (ca. 40%) als auch das Verhältnis von Gesamtleistung zu Gesamtaufwand (Unternehmensrendite, 103,5% zu 104,1%) sind nahezu auf gleichem Niveau geblieben. Sämtliche Pro-Kopf-Angaben haben sich weder auf der Umsatz- noch auf der Kostenseite nennenswert geändert.  Auch die Lagerzusammensetzung hat sich seit Jahren kaum bewegt. Hier lagen ca. 32% Rohstoff-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB), ca. 48% Unfertige und rund 20% Fertigerzeugnisse in den Hallen.

Im Working Capital Management gab es wenig Fortschritte:

Der Anteil der überfälligen Forderungen an den gesamten Forderungen verharrte im arithmetischen Mittel bei ca. 9% und die Verbindlichkeiten sind wieder auf fast 40% nach 37% (2016) des Gesamtvermögens gestiegen.  Lediglich die Anzahlungsquote konnte von 9% auf 10,2% gesteigert werden.

Insgesamt gesehen, sind in der Branche somit keine Fortschritte beim Working Capital Management zu verzeichnen. Die meisten Parameter haben sich eher verschlechtert. Mit nunmehr 37,4 Tagen (DSO) wartete die Branche im Schnitt einen Tag länger auf Zahlungseingang.

Immer noch hat nur ca. jedes zweite Unternehmen der Befragten ein systematisches Risiko-management, nämlich 55%. Dies ist unverändert gegenüber Vorjahr.

Der Kreditzugang ist ebenso nach wie vor fast unverändert. Vor dem Hintergrund der Zins-Landschaft nennen etwa 83% der Befragten unveränderte Bedingungen.

Die F&E-Aufwendungen konnten nicht gesteigert werden und sanken leicht auf 2,9% des Umsatzes.

Erfreulich ist die weiterhin stetige Entwicklung im elektronischen Zahlungsverkehr:

Rund 86% der Unternehmen akzeptieren elektronisch zugesandte Rechnungen, die hohe Akzeptanz zieht sich fast gleichförmig durch alle Betriebsgrößen und Fertigungsarten. 2016 betrug dieser Wert noch 77%.

Mehr hierzu lesen Sie im Download von 2018.

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