Kreativitätstechniken

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Um die Kreativität innerhalb einer Organisation zu fördern gibt es mehr oder weniger verbreitete Methoden, die unterstützend wirken. Kreative Mitarbeiter können somit neue Ideen beisteuern, die im besten Fall zu Innovationen führen – seien es Produkt-, Prozess- oder gar Geschäftsmodellinnovationen.

Am 4. Februar 2020 fand der Erfahrungsaustausch Innovation mit dem Schwerpunktthema „Kreativitätstechniken“ im Technologiezentrum in Dortmund statt.

Um die Kreativität innerhalb einer Organisation zu fördern, gibt es mehr oder weniger verbreitete Methoden, die unterstützend wirken. Kreative Mitarbeiter können somit neue Ideen beisteuern, die im besten Fall zu Innovationen führen – seien es Produkt-, Prozess- oder gar Geschäftsmodellinnovationen. Besonders in der heutigen, schnelllebigen Zeit und im Zuge von Megatrends, wie zum Beispiel der Digitalisierung spielt die Offenheit für neue Ansätze eine sehr bedeutende Rolle. Innovationsbereitschaft und -fähigkeit sind also ein wichtiger Baustein der Unternehmen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Um den Überblick zu bewahren – im Rahmen der Veranstaltung wurde auf ein Buch hingewiesen, das hunderte von Methoden und Instrumenten zur Förderung von Innovationen und Kreativität zusammenfasst – ist beispielsweise der Design Thinking-Ansatz hilfreich. Dieser teilt den (idealen) Innovationsprozess in mehrere Phasen ein. Im Rahmen des Erfahrungsaustausches wurde vor allem auf die Anfangsphasen, also auf den „Problemraum“ und den „Lösungsraum“ eingegangen. Nicht eingegangen wurde auf den Bau von Prototypen und das Testen von Prototypen sowie auf die Entwicklung von Geschäftsmodellen.

Die Phase „Problemraum“ dient dazu, das Problem (des Kunden) zu verstehen und Daten sowie Informationen zu analysieren, die möglicherweise einen Einfluss auf die Problemstellung haben. Im Zuge der Phase „Lösungsraum“ werden Ideen generiert, bewertet und ausgewählt. Alle Phasen des Design Thinking-Prozesses basieren auf dem Prinzip des Divergierens und des sich anschließenden Konvergierens. Darunter ist zum Beispiel für die Lösungsraum-Phase zu verstehen, dass zunächst „weiter, breiter“ gedacht wird, das heißt der „Horizont erweitert“ wird und auch „verrückte“ Ideen generiert werden. Anschließend werden die gefundenen Ideen genauer analysiert und selektiert, so dass der Blickwinkel wieder verengt wird.

Im Rahmen des Erfahrungsaustausches wurde die Kreativitätsmethode „Personas“ genutzt, um einen möglichen Kunden eines ausgewählten Fallbeispiels genauer zu beschreiben. Dieses Instrument kann beispielsweise in der Problemraum-Phase angewendet werden, um den Kunden in seiner Ganzheitlichkeit zu verstehen. Dabei versetzen sich die Teilnehmer in den Kunden und betrachten das Produkt oder die Problemstellung aus seiner Perspektive.

Ein weiteres, sehr interessantes, wenn auch schon älteres Instrument ist die 6-3-5-Methode, die ebenso im Rahmen der Veranstaltung durchgespielt wurde. Die Teilnehmer waren dabei begeistert, dass – innerhalb von rund einer halben Stunde, je Kleingruppe á sechs Personen – 108 Ideen entstanden sind. Bei dieser Methode denken sich die Gruppenteilnehmer in der ersten Runde drei Ideen zu einer gegebenen Problemstellung aus und notieren diese auf einem Blatt Papier. Dann werden die notierten Ideen seitens der anderen Gruppenmitglieder in vier weiteren Runden weiterentwickelt. Dadurch werden die Ideen immer weiter „gesponnen“, so dass innovative Ansätze innerhalb kürzester Zeit herausgearbeitet werden können.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.