Übersicht über neue US-Einreiseregeln

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Neue Informationen zu ESTA-Beantragung und Reisereglementierungen für die USA haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Reisereglementierung ausgeweitet

Im Juni 2018 erklärte das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten nach langen juristischen Querelen das Einreiseverbot in seiner dritten Version vom September 2017 für rechtens.
 
Vom sogenannten Travel Ban waren bisher Staatsbürger von sieben Ländern weltweit betroffen (Iran, Jemen, Libyen, Nordkorea, Somalia, Syrien und Venezuela). Für deren Staatsbürger werden aktuell keine oder nur sehr eingeschränkt Visa erteilt.
 
Seit dem 21. Februar 2020 gelten verschärfte Visa- und Einreisebestimmungen für sechs weitere Länder. Betroffen sind Staatsangehörige folgender Nationen:
 
  • Eritrea
  • Kirgisistan
  • Myanmar
  • Nigeria
  • Sudan
  • Tansania
Die "neuen" Länder unterliegen aber ausschließlich Restriktionen im Hinblick auf Einwanderungsvisa bzw. der Teilnahme an der Green Card-Lotterie. Eine visumsfreie Einreise ist für Staatsangehörige dieser Länder ausgeschlossen (Quelle).
 
Grundsätzlich findet eine regelmäßige Sicherheitsüberprüfung im Zyklus von 180 Tagen statt. Halten sich Länder nicht an die Vorgaben der USA, was beispielsweise die Sicherheitsstandards, Pässe, Kommunikation etc. angeht, so kommen sie auf die Liste der Länder, deren Staatsbürger deutlichen Reisereglementierungen unterliegen. 

ESTA Antrag jetzt auch für polnische Staatsbürger möglich

Seit 11. November 2019 sind nunmehr auch polnische Staatsbürger zur Teilnahme am Visa Waiver Program (VWP - Programm zur visumsfreien Einreise) zugelassen. Eine Einreise in die USA kann somit visumsfrei bis zu einer Aufenthaltsdauer von 90 Tagen erfolgen. Zuvor ist jedoch eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) einzuholen (Quelle). Eine Übersicht aller Staaten, die für das VWP zugelassen sind, findet sich hier.

Zur Erinnerung: ESTA Beantragung nicht möglich

Eine Teilnahme am VWP ist jedoch ausgeschlossen, wenn sich der Reisende seit dem 1. März 2011 in folgenden Ländern aufgehalten hat: Iran, Irak, Jemen, Libyen, Nordkorea, Somalia, Sudan und Syrien.
 
Dieser Ausschluss gilt auch für Staatsbürger, die die Staatsangehörigkeit eines VWP-fähigen Staates sowie die Staatsangehörigkeit folgender Länder innehaben: Iran, Irak, Nordkorea, Sudan oder Syrien.
 
Die Ausschlüsse vom VWP führen zu einer Visumspflicht. Näheres findet sich hier. Antworten zu Fragen rund um ESTA sind in einem Frage-und-Antwort Katalog in deutscher Sprache zusammengefasst.